Urapidil ?

Under Pressure – Urap(i)dil oder der Corpus Delicti vieler Synkopen

„Boah, da bekomm ich Blutdruck, wenn ich das sehe!“ Etwa so wird sich wohl Frank in der neuen Folge gefühlt haben, als Julius live bei Frau Müller war und den Wilden Westen hat wieder aufleben lassen.

Diesmal geht es darum, warum es keine gute Idee ist die Alte Schule mit Nitrospray und „Urapdil“ weiter leben zu lassen, wenn ein zu hoher Blutdruck in Form von Frau Müller im Raum steht. Hinzukommend erklärt Frank, was es eigentlich mit der Kontraindikation der Aortenisthmusstenose auf sich hat.

Julius freut das, denn er kann in diesem Hinblick wieder seinem Frust über zu seltenes Auskultieren Luft machen. Ebenso geben beide Tipps und Tricks, wie man Notärzte und Kollegen zwischenzeitlich bespaßen kann, damit nicht doch noch Frau Müller nicht nur vom Glauben sondern auch vom Druck abfällt.

Aber mal im Ernst: Was ist denn eigentlich der Unterschied zwischen einer hypertensiven Entgleisung und einem hypertensiven Notfall? Was ist eine hypertensive Dringlichkeit? Muss man denn immer den Blutdruck senken oder macht es manchmal auch Sinn den Blutdruck einfach mal so zu belassen, wie er ist?

Eine ganze Ampulle voller Fragen, Überlegungen und Antworten!

von L

Quellen

ESC Council on hypertension position document on the management of hypertensive emergencies

https://academic.oup.com/ehjcvp/article/5/1/37/5079054

ESC /ESH Pocket Guidelines – Management der arteriellen Hyptertonie, Version 2018

Urapidil Wikipedia

https://de.wikipedia.org/wiki/Urapidil

Alpha 1 Adrenozeptor

https://de.wikipedia.org/wiki/%CE%911-Adrenozeptor

5-HT-Rezeptor

https://de.wikipedia.org/wiki/5-HT-Rezeptor

Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

FOAM what …?

„Du machst doch einen Podcast…Du weißt doch bestimmt, ob…“ dabei wusste noch vor ein paar Jahren kaum jemand, was ein Podcast ist. 

Frank und Julius waren kürzlich als Referenten zum Akademiekongress der Universitätsmedizin Mannheim eingeladen. Das Thema „Moderne Zugänge zu medizinischen Inhalten“

Eben an Rosa, Grün oder Orange gedacht?

Zugegeben: es fällt einem eher schwer seine Rettungsdienst-Nerd-Denkweise abzulegen. Diesmal geht es aber um andere Zugänge. Früher hat man meist Lehrbücher zu Rate gezogen oder auf erfahrene Kollegen gesetzt. Heute kann man über die modernen Medien (zunehmend auch mit Spaß als nur aus Pflichtgefühl) quasi „nebenher“  Wissen erlangen. Warum eigentlich? Woher kommen die Blogs, Audio- und Videobeiträge? Wer steckt dahinter?

Sobald ein Lehrbuch auf dem Markt ist, ist es quasi schon wieder veraltet. Zeitschriften und Wissenschaftsliteratur stehen hinter Pay-Walls und gute Fortbildungen sind teuer. Aktuelles Fachwissen ist somit nicht für jeden zugänglich. Man muss sich wirklich genau überlegen, wann man sich, wie und in welcher Form weiterbilden will und kann.

Mit Podcasts, Videos & Co jedoch, kann man schnell mal beinahe nebenher interessantes und aktuellstes Wissen konsumieren. An sich also eine tolle Sache und ein guter Ersatz für Printmedien, Buchstaben-Kursen & Co oder?

Als Mike Cadogan 2012, in einem Pub in Dublin, tief in sein Bier blickte und überlegte, wie er die Bewegung, von in der Notfallmedizin Tätigen, für einen „ICEM“ Vortrag, beschreiben könnte, die ihr Wissen und ihre Erfahrungen, über die sozialen Medien teilten, fand er das Akronym „FOAM“ Free Open Acces Meducation.

FOAM beschreibt eine Bewegung von in der Notfallmedizin und zunehmend auch in allen anderen Bereichen der Medizin Tätigen, die für alle, die am Patienten tätig werden, hochwertiges Wissen Erfahrungen und Lerninhalte zur Verfügung stellen.

Dabei handeln die Akteure in der FOAM Bewegung durchaus aus unterschiedlichster Motivation heraus.

Für die einen ist es eine Freude sich mit wissenschaftlichen Inhalten zu beschäftigen, andere treibt ein journalistisches Interesse, wieder andere möchten Veränderung herbeiführen, manche erarbeiten Inhalte zunächst für sich selbst. Allen gemein ist jedoch das sie das was sie tun und schaffen, was sie motiviert und begeistert, mit der Gemeinschaft der in der Medizin Tätigen teilen. FOAM ist somit Kommunikation und Diskurs von Fachthemen und zwar für alle frei zugänglich.

Da Frank verhindert war, musste Julius den Vortrag im Mannheimer Rosengarten alleine halten. Damit Frank aber auch zu Wort kommt, spielen euch die beiden den Vortrag als Videospräsentation nach.

Hierbei lernt ihr die FOAM-Bewegung kennen, erfahrt warum Frank und Julius dieser eher zufällig angehörgen und wie ihr FOAM als wertvolle Ressource in euer eigenes Lernen integrieren könnt.

Viel Spaß!

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FOAM what …? (Audioversion)

Das Video wird dir möglicherweise nicht angezeigt. Du findest es auf unserer Homepage.

„Du machst doch einen Podcast…Du weißt doch bestimmt, ob…“ dabei wusste noch vor ein paar Jahren kaum jemand, was ein Podcast ist. 

Frank und Julius waren kürzlich als Referenten zum Akademiekongress der Universitätsmedizin Mannheim eingeladen. Das Thema „Moderne Zugänge zu medizinischen Inhalten“

Eben an Rosa, Grün oder Orange gedacht?

Zugegeben: es fällt einem eher schwer seine Rettungsdienst-Nerd-Denkweise abzulegen. Diesmal geht es aber um andere Zugänge. Früher hat man meist Lehrbücher zu Rate gezogen oder auf erfahrene Kollegen gesetzt. Heute kann man über die modernen Medien (zunehmend auch mit Spaß als nur aus Pflichtgefühl) quasi „nebenher“  Wissen erlangen. Warum eigentlich? Woher kommen die Blogs, Audio- und Videobeiträge? Wer steckt dahinter?

Sobald ein Lehrbuch auf dem Markt ist, ist es quasi schon wieder veraltet. Zeitschriften und Wissenschaftsliteratur stehen hinter Pay-Walls und gute Fortbildungen sind teuer. Aktuelles Fachwissen ist somit nicht für jeden zugänglich. Man muss sich wirklich genau überlegen, wann man sich, wie und in welcher Form weiterbilden will und kann.

Mit Podcasts, Videos & Co jedoch, kann man schnell mal beinahe nebenher interessantes und aktuellstes Wissen konsumieren. An sich also eine tolle Sache und ein guter Ersatz für Printmedien, Buchstaben-Kursen & Co oder?

Als Mike Cadogan 2012, in einem Pub in Dublin, tief in sein Bier blickte und überlegte, wie er die Bewegung, von in der Notfallmedizin Tätigen, für einen „ICEM“ Vortrag, beschreiben könnte, die ihr Wissen und ihre Erfahrungen, über die sozialen Medien teilten, fand er das Akronym „FOAM“ Free Open Acces Meducation.

FOAM beschreibt eine Bewegung von in der Notfallmedizin und zunehmend auch in allen anderen Bereichen der Medizin Tätigen, die für alle, die am Patienten tätig werden, hochwertiges Wissen Erfahrungen und Lerninhalte zur Verfügung stellen.

Dabei handeln die Akteure in der FOAM Bewegung durchaus aus unterschiedlichster Motivation heraus.

Für die einen ist es eine Freude sich mit wissenschaftlichen Inhalten zu beschäftigen, andere treibt ein journalistisches Interesse, wieder andere möchten Veränderung herbeiführen, manche erarbeiten Inhalte zunächst für sich selbst. Allen gemein ist jedoch das sie das was sie tun und schaffen, was sie motiviert und begeistert, mit der Gemeinschaft der in der Medizin Tätigen teilen. FOAM ist somit Kommunikation und Diskurs von Fachthemen und zwar für alle frei zugänglich.

Da Frank verhindert war, musste Julius den Vortrag im Mannheimer Rosengarten alleine halten. Damit Frank aber auch zu Wort kommt, spielen euch die beiden den Vortrag als Videospräsentation nach.

Hierbei lernt ihr die FOAM-Bewegung kennen, erfahrt warum Frank und Julius dieser eher zufällig angehörgen und wie ihr FOAM als wertvolle Ressource in euer eigenes Lernen integrieren könnt.

Viel Spaß!

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Sauerstoff

In Folge 3 reden wir über das Notfallmedikament Nr. 1, sein Stellenwert hat sich über die Jahre immer wieder gewandelt. Auch wenn die therapeutische Anwendung zunehmend an Stellenwert verliert, so geht doch, ohne die Luft, die wir zum Atmen brauchen, am Ende gar nichts. Dieses Element, das uns überall umgibt, will wohldosiert eingesetzt werden, sonst bekommen wir es am Ende mit den freien Radikalen zutun.

Interessante Quellen:

„Sauerstofftherapie in der Intensiv- und Notfallmedizin“

Dtsch Arztebl Int 2018; 115(27-28): 455-62; DOI: 10.3238/arztebl.2018.0455

Grensemann, Jörn; Fuhrmann, Valentin; Kluge, Stefan

LINK:

https://www.aerzteblatt.de/archiv/198866/Sauerstofftherapie-in-der-Intensiv-und-Notfallmedizin