Corona und COVID-19 Teil 2

In Teil 2 geht es um Themen wie Meldepflicht und Therapie, aber auch Verschwörungstheorien wecken unser Interesse.

Stoßen wir nun endlich auf Wahrheiten?

Wohnte Frank während seines Medizinstudiums in einer WG mit dem Krümelmonster?

Hat Julius wirklich zwei linke Hände?

Ist die gmeinsame Oma von Frank und Julius Angela Merkel? All das werden wir in dieser Folge nicht herausfinden.

Wem das zu blöd ist, dem seien unsere Quellen ans Herz gelegt.

Quellen

COVID-19 Dashboard

https://corona.rki.de/

Meldepflicht

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Empfehlung_Meldung.html

Empfehlungen zur intensivmedizinischen Therapie von Patienten mit COVID-19

https://link.springer.com/article/10.1007/s00063-020-00674-3

Positionspapier zur praktischen Umsetzung der
apparativen Differenzialtherapie der akuten
respiratorischen Insuffizienz bei COVID-19
Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP)

https://pneumologie.de/fileadmin/user_upload/COVID-19/20200417_DGP__app._Differenzialtherapie_ARI_bei_COVID-19.pdf

Ein herausragender Podcast: „Das Coronavirus-Update mit Christian Drosten“ von NDR-Info

https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast4684.html

Wer sich für Verschwörungstheorien interessiert, Richard David Precht im Gespräch mit Prof. Harald Lesch

https://www.zdf.de/gesellschaft/precht/precht-186.html

Corona und COVID-19 Teil 1

Der Coronavirus hat längst unser aller Leben kräftig drucheinander gebracht. Auch die Arbeit im Rettungsdienst hat sich gehörig verändert.

Was macht das Coronavirus so besonders, welche Übertragungswege gibt es? Wie können wir uns Schützen? Auf diese und weitere Fragen gehen wir in dieser Folge ein.

Just Culture

– Interview mit Thomas Werner –

Der Rettungsdienst und die Notfallmedizin sind wie die Medizin selbst Gebilde aus ineinander verzahnten komplexen Systemen.

Ob beim Fahrzeugcheck, bei der Disponierung des Einsatzes, der Patientenversorgung, der Übergabe im Schockraum oder bei der Einsatznachbereitung, überall arbeiten Menschen und wo Menschen arbeiten, da geschehen Fehler.

Doch wie gehen wir mit Fehlern um?

Auch wenn meist weder Absicht, noch Bosheit hinter einem Fehler stecken, wird genau dies oft unterstellt und die Strafe folgt auf dem Fuß.

Braucht es nicht ein anderes Menschenbild, eine andere Kultur des Umgangs miteinander, geprägt von Vertrauen und Ehrlichkeit?

Braucht es vielleicht eine Fairnesskultur um Fehler erfolgreich und dauerhaft auf ein Minimum zu reduzieren?

Und gibt es das nicht vielleicht schon?

Thomas Werner berichtet uns von dem Führungskonzept „Just Culture“.

Dieses Konzept hat seine Wurzeln in der Hochrisikoindustrie und ausgerechnet dort, wo ein Fehler katastrophale Folgen nach sich ziehen kann, eben dort hat sich eine Fairnesskultur etabliert.

von links nach rechts: Thomas Werner, Frank und Julius

Medienempfehlung

ED ECMO Podcast

https://edecmo.org/

Quellen

Wikipedia

https://en.wikipedia.org/wiki/Just_culture

BBC Radio 4 – Analysis, Just Culture

https://www.bbc.co.uk/programmes/b04n31d2

Wie Piloten eine konstruktive Fehler- und Vertrauenskultur schaffen

https://www.springerprofessional.de/just-culture-in-organisationen/16620376

Hämorrhagischer Schock Teil 3

Das Epos geht weiter.

Im vorläufig letzten Teil unserer Serie, erfahren wir einiges über das Superkolloid ‚Blut‘.

Welche der sogenannten Blutprodukte lassen sich präklinisch einsetzten? Was wäre sinnvoll und was ist praktikabel.

Es kommt sogar zu einem kurzen Wiedersehen mit dem Heidelberger Medical Intervention Car.

Quellen

https://de.wikipedia.org/wiki/Blutprodukt

Medienempfehlung

Medical Stuff – ein amerikanischer Podcast der von zwei Paramedics gehostet wird

https://medicalstuff.simplecast.com/episodes/corona-virus-MB6O36Nb

Hämorrhagischer Schock Teil 2

Bei der Versorgung des hämorrhagischen Schocks macht wie immer ein strukturiertes Vorgehen Sinn.

Das XABC ist ein bewährtes und schnelles Schema.

Aber Moment mal, wer oder was ist X? Oder geht es hier um die Ex?

Diese und weitere Fragen klären wir in dieser Episode und dabei, wer hätte das gedacht, stoßen wir nach über zwanzig Folgen auf universelle Wahrheiten.

  • Die Diagnose ist oft nicht einfach sondern ein Puzzle.
  • Einzelwerte führen meist nicht zum Ziel.
  • Der „One Size Fits All“ Approach funktioniert ganz ganz selten.
  • Lösbare Probleme zügig lösen und dann schauen das man vom Acker kommt.

Quellen

Polytraumaleitlinie

https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/012-019.html

Hämorrhagischer Schock Teil 1

Der hämorrhagische Schock wirkt zunächst als Thema recht übersichtlich.
Irgendwo haben wir ein oder mehrere Löcher im Gefäßsystem. Die müssen wir nur verschließen oder schnell mit dem Patienten ins Krankenhaus fahren.

Die Wirklichkeit ist doch etwas komplexer und eventuell scheitern wir schon
daran, den beginnenden Schock als solchen zu erkennen.

Wenn es uns aber nicht gelingt, die Schockkaskade rechtzeitig zu
unterbrechen, dann muss der Organismus eine große Sauerstoffschuld auf sich
laden und es nicht klar ob sich diese Schuld später noch begleichen lässt.

Am Ende bekommen wir es wieder mit den freien Radikalen zu tun und
hypoxische Körperzellen treten den geordneten Suizid an.

Ein Blick in die Pathophysiologie ist spannend und lohnenswert. Wir
diskutieren die aktuellen Erkenntnisse zum Thema Schock am Beispiel der akuten
Hämorrhagie.

Quellen

Ein sehr informativer Artikel aus dem deutschen Ärzteblatt.

https://www.aerzteblatt.de/archiv/202261/Nomenklatur-Definition-und-Differenzierung-der-Schockformen

Zum Thema Oberfläche der Blutgefäße.

https://www3.hhu.de/biodidaktik/Atmung/start/struktur/ov/bsp/tierrei/ebene2a/blut1.html

Creative Commons Lizenzvertrag
Hämorrhagischer Schock Teil 1 von Frank Weilbacher, Julius Hohmann ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.
Beruht auf dem Werk unter https://rettungsdienstfm.de/.
Über diese Lizenz hinausgehende Erlaubnisse können Sie unter https://rettungsdienstfm.de/ erhalten.

Therapeutic Communication – Patientenkommunikation Teil 2

In diesem 2. Teil geht es von der Theorie in die Praxis.

Welche Techniken kann man anwenden, um ein gutes Verhältnis zum Patienten herzustellen und gleichzeitig die für die weitere Therapie notwendigen Informationen aus dem Patienten heraus zu kitzeln?

Wie geht man mit Menschen um, die einem nichts erzählen wollen? Was sind die Fallstricke in der Patientenkommunikation? Mehr dazu erfahrt ihr in dieser Folge.

Quellen und Interessantes zum Thema

https://www.registerednursing.org/nclex/therapeutic-communication/

Ein sehr unterhaltsames Beispiel zu schlechter und guter Patientenkommunikation.

Medienempfehlung des Monats

‚The Resus Room‘ ein englisch sprachiger Podcast zu Notfallmedizin und Rettungsdienst.

"Therapeutic Communication" – Patientenkommunikation

Jeder kennt das, es gibt Menschen, die können es und andere die können es nicht, kommunizieren.

Das Hauptgeschäft im Rettungsdienst ist Kommunikation.

Sei es mit dem Kollegen, mit dem Sani, mit dem Arzt, mit dem Klinikpersonal, mit der Leitstelle, mit Angehörigen oder gar mit Patienten. An allen Seiten prägt die Qualität der Kommunikation den weiteren Verlauf.

Und dann heißt es noch man könne nicht, nicht kommunizieren.

Das man Kommunikation lernen kann, das weiß man im angelsächsischen Sprachraum schon lange.

Im medizinischen Sektor wird dort „Therapeutic Communications“ gelehrt. Dies lässt sich nicht exakt mit „Therapeutischer Kommunikation“ übersetzen, da der Begriff im Deutschen bereits in der Psychologie im Kontext der Psychotherapie verwendet wird.

Gemeint ist vielmehr, das planvolle Patientengespräch auf einer professionellen Basis, mit der Zielsetzung:

  • eine positive Beziehung zum Patienten herzustellen um
  • ein konsensuales Verständis über vom Patienten bereitgestellte Informationen und Therapieziele zu erhalten

Gute Kommunikation ermöglicht eine gute Interaktion mit dem Patienten, kann die Versorgung verbessern und kann die Eskalation potenziell gefährlicher Situationen verhindern.

Ein super Tipp den jeder sofort umsetzen kann, den Patienten einfach mal ausreden lassen. Nach 60 bis 90 Sekunden hört der Patient auf zu reden, versprochen.

Midazolam

Keine Todesstrafe …, auch nicht mit Midazolam.

Dieses Medikament hat viele Anwendungsgebiete, Anwendungsmöglichkeiten und vor allem viele Anwender. Sei es der Notarzt, der Notfallsanitäter oder Vollzugsbeamte der amerikanischen Exekutive.

Da Midazolam im Rettungsdienst zu den am häufigsten durch Notärzte und Notfallsanitäter angewandten Medikamente zählt, ist es wichtig, über Aspekte wie Wirkung, Nebenwirkung oder Kontraindikation Bescheid zu wissen.

Auch wenn sich Midazolam mit Bedacht sicher anwenden lässt, sollte man immer einen ‚Plan B‘ in der Tasche haben und vorbereitet sein. Hat man die Wirkweise von Midazolam erst einmal verstanden, so kann man die Eventualitäten durchaus kommen sehen.

Dies ist unsere letzte Folge für 2019.

Wir wünschen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Wir bleiben dran, bleibt uns treu, empfehlt uns weiter.

Wir hören uns wieder am 01. Januar 2020

Medienempfehlung

„Peak Performance Under Pressure“ – Stephen Hearns – ISBN-10: 1859598560

Quellen

„Pharmakologie für Notfallsanitäter“ – Prof. Dr. H. Hohage – 2. Auflage 2017, Luhri Verlagsgesellschaft

https://de.wikipedia.org/wiki/Imidazol
https://de.wikipedia.org/wiki/Midazolam
https://rettungsdienstfm.de/wp-content/uploads/2019/11/arzneimittel-inkompatibilitaeten.pdf

broken bones Teil 2

Versorgung frakturierter und luxierter Extremitäten

– Interview mit Patrick Thomé –

Wegen technischer Probleme leider mit etwas Verspätung.

Es geht weiter mit der Frakturversorgung.

Die Grundlagen haben wir uns in Teil 1 erarbeitet, jetzt geht es ins Detail von Kopf bis Fuß.

Frank mit Patrick Thomé

shownotes

Leider sind nicht alle Empfehlungen „open access“…

The EMS Lighthouse Project – FlightBridgeED, LLC.

https://www.flightbridgeed.com/index.php/podcasts

Interessante Artikel zum Thema aus „Notfall- und Rettungsmedizin“:

https://link.springer.com/article/10.1007/s10049-019-0596-y

https://link.springer.com/article/10.1007/s10049-017-0348-9

https://link.springer.com/article/10.1007/s10049-009-1245-7