Fahrzeugcheck und Bestandskontrolle

Wer im Rettungsdienst arbeitet kennt das Problem. Man übernimmt ein Einsatzfahrzeug und immer wieder stimmt irgendetwas nicht. Nicht selten stellt man den Fehler erst im Notfalleinsatz fest und es kommt zu kritischen Situationen bei der Patientenversorgung.

Oft sind Unmut und Streit im Kollegium die Folge.

Auf einem Rettungswagen fahren zwischen 1000 und 2000 Einzelteile mit. Es stellt eine große Herausforderung dar, zu Dienstbeginn zu entscheiden ob denn alle wichtigen Teile dabei sind und ob das Fahrzeug einsatzklar ist.

Dennoch gilt der Fahrzeugcheck und das Auffüllen von Material als trivial und das Thema findet wenig Beachtung in der Ausbildung.

Aus der Not heraus werden undurchdachte Dienst- und Arbeitsanweisungen definiert, die zum Teil eine unerträgliche Gängelei für den Mitarbeiter darstellen oder zumindest deren Zeit verschwenden.

Fahrzeugcheck und Bestandskontrolle werden so zu Reizthemen, mit denen sich niemand länger als nötig beschäftigen möchte.

Dabei ist es eigentlich einfach. Wer ein paar Grundregeln beachtet, hat mit wenigen Blicken und Handgriffen immer alles unter Kontrolle. Versprochen!

Regel Nr. 1 „Der Teufel ist ein Eichhörnchen.“

eine nicht ganz ernst gemeinte Quelle

https://squirrelsnutbutter.com/

Im Notfall bin ich Sanitäter

In Folge 4 sprechen wir über den Notfallsanitäter.

Die Patientenversorgung hat sich deutlich verbessert und das heutige nicht ärztliche Personal, kann rechtssicher arbeiten. Feedbacksysteme und ein positives Fehlermanagement, tragen zu einer ständigen Verbesserung der Fachkompetenz und Handlungssicherheit der Notfallsanitäter bei.

Notärzte müssen keine 24 Stunden Dienste mehr leisten und werden durch die aktuelle Entwicklung deutlich entlastet. Heute rücken Notärzte vor allem zu hoch komplexen Notfallsituationen aus, die Erfahrungen die Notärzte bei diesen Einsätzen sammeln, führen bei diesen zu mehr Handlungssicherheit und Arbeitszufriedenheit.

Oder doch alles nichts.

Die Frage ob Notarzt oder doch lieber not Arzt, ist die falsche. Die Frage ist, was braucht und vor allem was hilft dem Notfallpatient.

Die Bundesgesetzgebung zum Notfallsanitätergesetz lässt viele Fragen offen, die die Länder nicht beantworten wollen. Das ist schade, denn die Motivation ist da und die Erwartungen an die Gesetzesreformen waren groß und die Enttäuschung über den aktuellen Stand ist es ebenfalls.

War der Rettungsassistent nur in der Not Kompetent, so steht der Sanitäter heute, im Notfall oft im Regen.

So bleibt den meisten nur die alte Schule, tun was nötig ist, um dem Notfallpatienten zu helfen, sofern man die fachlichen und rechtlichen Unsicherheiten ertragen kann.

Quellen:

Wikipedia Artikel Notfallsanitäter

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Notfallsanitäter

Wikipedia Notfallsanitätergesetz

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Notfallsanitätergesetz

Bundestag

https://www.bundestag.de/blob/476080/0c5c298bbbe9e7b9c0ea67f161c0a190/wd-9-042-16-pdf-data.pdf

‚Notfall+Rettungsmedizin‘ – Band 21 – Heft 5 – August 2018

„Erweiterte Maßnahmen und interprofessionelle Konflikte nach Einführung des Berufsbildes ‚Notfallsanitäter‘“